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Pinocchio war eine Holzpuppe.
Sein Ur-Enkel ist eine KI.

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Premiere des Pop-Rock-Musicals

16. Oktober 19:30 Uhr

Kulturgarage (U2 Station Aspern Nord)

2. Termin: 22. Oktober 19:30 Kulturzentrum F23

Das Projekt

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ENOCCHIO ist ein neues österreichisches Pop-Rock-Musical, das sich auf künstlerische und zugleich unterhaltsame Weise mit einer der zentralen Fragen unserer Zeit auseinandersetzt: Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Leben, unsere Arbeit und unser Verständnis davon, was den Menschen ausmacht?

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsproduktion der One Voice Lab OG,  des Vereins IFSÖ und Junge Theater Wien und verbindet Musiktheater, gesellschaftliche Reflexion und Nachwuchsförderung. In einer musikalischen Mischung aus Rock, Pop, Funk, Hip-Hop und Jazz wird eine moderne Geschichte erzählt, die aktuelle technologische Entwicklungen mit zeitlosen menschlichen Fragen verbindet.

Ausgangspunkt ist die weltbekannte Figur Pinocchio. In ENOCCHIO wird aus der Holzpuppe jedoch ein hochentwickelter Android mit künstlicher Intelligenz. Sein Schöpfer Geppetto entwickelt ihn mit dem Ziel, die Probleme der Menschheit zu lösen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Rational, lernfähig und frei von menschlichen Schwächen soll Enocchio verstehen, was einen guten Menschen ausmacht. Als er jedoch für einen Tag unter Menschen geschickt wird, begegnet er einer Realität voller Widersprüche: Liebe und Einsamkeit, Ehrgeiz und Angst, Kunst und Kommerz, Freundschaft und Verrat.

Auf seiner Reise trifft Enocchio auf unterschiedliche Charaktere, die verschiedene Aspekte unserer Gesellschaft repräsentieren. Der charismatische Betrüger Shadow zeigt ihm die Verlockung schneller Erfolge. Die Schauspielerin Isabella steht für Kreativität, Menschlichkeit und künstlerischen Ausdruck. Die Theaterdirektorin Victoria betrachtet Enocchio vor allem als wirtschaftliche Chance und sieht in ihm eine Möglichkeit, Kosten zu senken und höhere Gewinne zu erzielen. Mit jeder Begegnung wird deutlicher, dass die größten Herausforderungen der Menschheit nicht technischer, sondern menschlicher Natur sind.

Parallel dazu erzählt ENOCCHIO eine zweite Geschichte: Eine Band entwickelt genau jenes Musical, das das Publikum gerade erlebt. Nachdem die Musiker:innen selbst erfahren mussten, wie ein künstlerischer Auftrag an eine KI verloren ging, diskutieren sie offen Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen der neuen Technologie. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Bühnenhandlung und Realität. Die Fragen, die Enocchio beschäftigen, werden zu Fragen, die uns alle betreffen.

Besonders hervorzuheben ist die Entstehungsweise des Projekts. Begonnen hat es als Forschungsprojekt der Jam Music Lab Private University. Die Frage war, können so viele Musiker:innen zusammen Musik schreiben, oder verderben zu viele Köche den Brei (oder schlagen sich vorher noch die Schädl ein). Doch jetzt wissen wir, es ist möglich und im Falle Enocchios, sehr erfolgreich möglich. Die Musik wurde in einem gemeinschaftlichen kreativen Prozess von neun jungen Nachwuchsmusiker:innen entwickelt. Ideen wurden gemeinsam erarbeitet, ausprobiert, verworfen und weiterentwickelt. Dieser kollaborative Ansatz ermöglicht nicht nur eine außergewöhnliche musikalische Vielfalt, sondern bietet jungen Künstler:innen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in den Bereichen Komposition, Arrangement, Ensemblearbeit und Musiktheaterproduktion zu sammeln. ENOCCHIO versteht sich damit auch als Projekt der aktiven Nachwuchsförderung.

ENOCCHIO verfolgt bewusst keinen belehrenden Ansatz. Das Musical versteht sich weder als Warnung vor noch als Werbung für Künstliche Intelligenz. Vielmehr eröffnet es einen Raum für Begegnung, Diskussion und Reflexion. Die Produktion möchte ihr Publikum dazu einladen, eigene Standpunkte zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Geplant sind daher auch Publikumsgespräche und Diskussionsformate, die den Dialog zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft fördern.

Mit seiner Verbindung aus zeitgenössischem Musiktheater, gesellschaftlicher Relevanz, regionaler Verankerung und aktiver Nachwuchsförderung leistet ENOCCHIO einen Beitrag zur Wiener Kulturlandschaft und schafft einen künstlerischen Zugang zu einem Thema, das unsere Gegenwart und Zukunft nachhaltig prägen wird.​

Musikalisch geht es recht bunt zu: Rock, Pop, Funk, Hip-Hop bis hin zu Jazz- und Reggae-Elementen, je nachdem, was die Geschichte an dieser Stelle braucht und „verlangt“.

Die Besetzung

DARSTELLER:INNEN

Enocchio/Luca                         Luca Bader

Geppetto/Shadow/Peter       Peter Varsanyi

Victoria/Candide                      Candide Thoms

Isabella/Catherina                   Catherina Gruber

 

BAND

Klavier                                     Theresa Pell

Gitarre                                     Bidhan Shahi

Gitarre                                     Clemens Grünert

Bass                                         Rie Verdino

Drums                                     Fabio Nüssel

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